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WILD

Fasanenbrust auf Specklinsen
Hirschbraten mit Spaetzle
Hirschbraten mit Pilzsauce
Hirschmedaillons mit Pflaumen
Deftiger Hirschpfeffer
Hirschsteaks mit Sardellen-sauce
Marinierter Wildschweinbraten
Rehragout mit Kroketten
Rehkeule in Thymiankruste
Rehruecken
Rehruecken auf badische Art
Wildschweingulasch
Wildschweinbraten
Wildschweinfilet in Rotwein
Wildschweinmedaillons

 

 
 

 

 

WILD

 

Wild ist eines der wenigen naturbelassenen Nahrungsmittel. Aber nicht jeder traut sich an die Zubereitung. Noch immer versperren einige Vorurteile den Weg. Dabei gehören strenger Geruch und Geschmack sowie das aufwendige Beizen des Fleisches der Vergangenheit an. Die Zubereitung ist viel leichter als viele denken. Den richtigen Händler zu finden, kann dagegen schwer sein.

 
Vertrauenssache
 

Wer sich zum ersten Mal an Wildbret wagt, sollte sich an einer langsam im Ofen gebratenen Rehkeule versuchen. Ein delikater Wildgenuss beginnt mit dem Einkauf. Das ist Vertrauenssache. Ich schwört auf meinen Händler, der mich seit Jahren mit Wildbret aus der Region beliefert.

 
Hirschschulter Wildschweinkeule Rehrücken
 
Hautgout überflüssig
 

In vielen Köpfen ist noch drin, dass Wild unangenehm riecht und schmeckt. Doch der sogenannte Hautgout sei kein wildtypischer Geschmack, sondern das Ergebnis eines durch Fäulnisbakterien hervorgerufenen Zersetzungsprozesses. In Zeiten ohne Kühlung hingen erlegte Tiere wochenlang in der Decke - so heißt in der Jägersprache das Fell -, um mürbe zu werden.

Das ist spätestens seit 2007 passé, denn das EU-einheitliche Lebensmittelrecht verbietet diesen Umgang bei Wildfleisch für den Verzehr. Wildbret muss nicht abhängen oder gebeizt werden, um zart zu sein. Die Qualität des Wildbrets sollte so gut sein, dass es direkt verarbeitet werden kann. Fleisch für Schmorgerichte wie Keule oder Schulter mariniere ich aber dennoch in Rotwein: Nicht, um das Fleisch mürbe zu machen, sondern um einen tollen Geschmack und eine gute Soße zu bekommen.

 
Vielseitig verwendbar
 

Kenner rühmen das fettarme Fleisch und sein von den jahreszeitlichen Kräutern, Gräsern und Blättern geprägtes Aroma. Sie verarbeiten fast alles, von Filet und Rücken über Keule und Schulter bis hin zu Knochen für die Soße. Filet und Rücken werden kurz gebraten, alles andere wird geschmort.

Leicht und fein wie das Fleisch sollten auch die Beilagen eines Wildgerichts sein. Als Beilage eignen sich zum Beispiel Selleriepüree und Spitzkohl. Wichtig sei die Harmonie der Aromen. Zu Wild passen sehr gut Pilze, Kürbis, Kohl, Sauerkraut, Nüsse und alles Süße wie Äpfel, Birnen oder Dörrobst.

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