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Beim
Essen haben sich unsere Gepflogenheiten verändert. Amerika mit seinen
Salatbars stand Pate, als ein großer Teller Salat zur beliebten
Vorspeise wurde. Denn bis dahin hatten sich die grünen Blätter als
Beilage mit einem bescheidenen Platz auf dem kleinen Teller begnügen
müssen.
Auch
die mediterrane Küche mit ihrer Vorliebe für kalte Gemüse nahm Einfluß,
servierte ihre köstlichen Antipasti. Zum großen Trend der 80er Jahre
wurde die Vollwertküche. Sie kreierte neue Gerichte aus geraspeltem
rohem Gemüse und Keimlingen mit pikanten Saucen und Nußkernen oder Samen
bestreut.
Solche
Rohkost, manchmal auch Frischkost genannt, wurde zum Inbegriff der
gesundheitsbewußten Küche und machte auch vor den Türen der
Feinschmecker-Restaurants nicht halt. Kein Wunder, daß inzwischen für
viele von uns ein großer bunter Salatteller mit etwas Käse, Schinken
oder Thunfisch als ideales Hauptgericht gilt und anstelle eines üppigen
Mittag- oder Abendessens aufgetischt wird. Denn hier zeigen sich Salate
von ihrer angenehmsten Seite: Die meisten sind leicht verdaulich und
sättigen gut. Sie liefern wertvolle Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe
und machen fit. |